Kakteen-Uwe-Banner Meine Aussaatmethode: Bei mir wird grundsätzlich in den Monaten Januar und Februar ausgesät. Warum gerade in diesen Monaten? Weil ich da meine Bolivianer aussäe. Diese Gattungen braucht nicht so hohe Aussaattemperaturen wie z.Bsp.Mexikaner. Hier nun zur Vorgehensweise: Als Erstes beginne ich mit der Vorbereitung! Das heisst, ich nehme alle vorhandenen Samen in eine Aussaatliste auf. Ich vergebe jeder Portion eine Aussaatnummer die sich aus einer Listennummer, der Nummer des Samens unter welcher ich diese Portion erworben habe und dem Aussaatjahr zusammensetzt. Hier ein Beispiel:  18/1210/11 Dieser Code kommt dann auf ein Stecketikett. Ich weiß dann: 18.Portion/Nr. 1210 des Samenhändlers/Jahr 2011 - in meiner Liste finde ich dann Lobivia chrysochete von SuccSeed und eventuell noch weiterführende Daten. Als Nächstes suche ich mir die passenden Töpfe! Meist handelt es sich um kleine Vierkanttöpfe mit der Kantenlänge von 6cm. Diese reichen auch für Portionen bis 100Korn völlig aus. Um nicht alte (benutzte) Töpfe reinigen und desinfizieren zu müssen, verwende ich immer neue ungebrauchte. Dann nehme ich mir die beschrifteten Stecketiketten und klebe diese mit der Heißklebepistole innen in die Töpfe. Dadurch gehen die Stecketiketten nicht verloren und bei einer ev. Berührung wird die Aussaat nicht durcheinander geschleudert. Dann fülle ich die Töpfe mit dem Aussaatsubstrat. Dieses ist nicht anders als mein Pflanzsubstrat, nur etwas feiner ausgesiebt. Die maximale Korngröße liegt bei ca.4mm. Ich fülle bis ca. 1cm unterhalb des Topfrandes auf. Sterilisiert wird mein Aussaatsubstrat nicht, kann man aber machen! Entweder in der Microwelle, Backofen oder im Dampftopf. Man muss dann aber ein paar Tage warten bis das Substrat für die Aussaat geeignet ist. Auch die sog. Fleischermethode kann man anwenden! Darauf gehe ich aber hier nicht ein. Dannach nehme ich mir den Samen vor! Diesen fülle ich in ein kleines verschließbares Behältnis. Hierzu gebe ich etwas Beizmittel. Ich verwende nur Trockenbeizmittel weil es sich einfacher verarbeiten lässt. Nun wird der Behälter verschlossen und ordentlich geschüttelt. Nach dem Öffnen sollte der Samen leicht mit Beize überzogen sein! Hat das funktioniert wird der Samen gleichmäßig auf der Oberfläche des Aussaatsubstrats verteilt und leicht angedrückt. Feiner Samen soll dadurch ordentlich mit dem Substrat verbunden sein, grober Samen kann auch ruhig bis etwa Samenstärke mit Substrat bedeckt werden. Sind dann alle Töpfe befüllt und alle Samen ausgesät, dann stelle ich die Töpfe in ein beheizbares Zimmergewächshaus bei ca. 15-20°C (andere Gattungen ca. 20-27°C). Dieses kommt dann unter ein Dachfenster um die natürliche Lichtzufuhr zunutzen. Zusätzlich, um abends die Beleuchtungsdauer etwas zu verlängern, kommt noch eine Leuchtstoffröhre zum Einsatz. Dann werden die Töpfe mit abgekochten warmen Wasser ca. 1cm angestaut. Dieser Wasserstand wird dann die nächsten 14 Tage von mir beibehalten. Nach diesen 14 Tage dürften auch die meisten Samen aufgelaufen sein. Wenn es nötig ist, dann kann dem Wasser auch etwas Beize zugesetzt werden. Nach etwa 4 Wochen setze ich auch etwas Dünger zu und beginne nach und nach das Zimmergewächshaus zu lüften. Etwa nach 2 Monaten nehme ich die Abdeckung des Zimmergewächshauses ganz ab. Sind die Sämlinge schön gewachsen können sie im August schon das erste Mal pikiert werden. Ich habe aber auch schon Sämlinge das erste Jahr im Aussaattopf stehen lassen und erst im Mai des darauf folgenden Jahres pikiert. Je nachdem wie die Sämlinge sich gegenseitig im Aussaattopf drängen. Während der ersten Überwinterung bekommen die Sämlinge von mir etwa einmal im Monat etwas Wasser. Aber nur soviel, dass die Würzelchen nicht vertrocknen! Auf keinen Fall dürfen die Sämlinge im Winterquartier anfangen zu treiben! Über die Fleischermethode bzw. die vereinfachte Fleischermethode werde ich demnächst berichten!  (erstellt mit MAGIX Web Desinger 6)